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Kompilieren von Programmen

isdnlog neu kompilieren

Der aktuelle Source-Code der isdn4k-utils ist auf ftp://ftp.suse.com zu finden.

Mit YaST folgende Pakete hinzufügen, die für die Kompilierung der isdn4k-utils benötigt werden:

Paket: automake  Serie: d
Paket: autoconf  Serie: d
Paket: linux Serie: d
Paket:  xdevel  Serie: x
Paket : sgmltool Serie: sgm (AUTO wählen)

Die Datei isdn4k-utils-0001201200.tar.gz (der Dateiname ändert sich je nach Datum) nach /usr/src/packages/SOURCE/ entpacken. In das Verzeichnis /usr/src/packages/SOURCE/isdn4k-utils/ wechseln.

Mit dem Befehl make config wird menügesteuert eine Konfiguration erzeugt.

make config

Folgendes ist dort zu aktivieren:

Tools for monitoring activity -> Options for isdnlog package -> Include German cities in destination database [*]

In unserem Fall brach das make leider nach einiger Zeit ab. Da wir aber nur den isdnlog benötigen, wechseln man einfach in das isdnlog Verzeichnis und gibt dort make ein. Nachdem dies beendet ist, installiert man den neuen isdnlog (in unserem Fall Version 4.03) mit dem Befehl make install auf dem Rechner. Jetzt dürften die Warnings beim starten von isdnlog, die aus der inkorrekten Tarifdatenbank stammen, nicht mehr angezeigt werden.

Kernel Updaten bzw. Patchen

SuSE 6.2 basiert auf einem 2.2.10 Kernel.

Version: 2
Patchlevel: 2
Sublevel: 10

Dieser Kernel hat noch einige Bugs bezüglich dem TCP/IP Protokoll und es ist deshalb sinnvoll, auf ein höheres Sublevel zu updaten.

Wir bekommen den Patch von

ftp://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/pub/Linux/

Da wir die Patches verwenden und nicht den kompletten Source Code (ca. 14 MB) herunterladen, benötigen wir folgende Dateien:

patch-2.2.11.gz
patch-2.2.12.gz
patch-2.2.13.gz
patch-2.2.14.gz

Der derzeitige Kernel liegt in /usr/src/linux-2.2.10.

Das Verzeichnis /usr/src/linux ist ein Link auf linux-2.2.10.

Wir müssen also jetzt unseren Kernel Source Code mit jedem Patch der Reihe nach updaten (angefangen mit dem Patch auf 2.2.11, danach 2.2.12 usw.).

Der Befehl zum Patchen der Kernel Sourcen ist (wie in der DE-Kernel-HOWTO unter Patchen des Kernels beschrieben):

cd /usr/src
zcat patch-2.2.11.gz | patch -p0 2>&1 | tee patch.out
zcat patch-2.2.12.gz | patch -p0 2>&1 | tee patch.out
zcat patch-2.2.13.gz | patch -p0 2>&1 | tee patch.out
zcat patch-2.2.14.gz | patch -p0 2>&1 | tee patch.out

Jetzt muß überprüft werdn, daß keine Fehler beim Patchen aufgetreten sind:

find .  -name '*.rej' –print

Wenn keine *.rej Dateien vorhanden sind, war das Patchen erfolgreich.

Jetzt kann das linux-2.2.10 Verzeihnis in linux-2.2.14 umbenannt werden. Es ist darauf zu achten, daß der Link linux gelöscht und dem neuen Verzeichnis angepaßt wird mit ln –s linux-2.2.14 linux.

Jetzt kann die Konfiguration beginnen:

cd linux
make menuconfig

Die entsprechenden Einstellungen werden jetzt hier nicht betrachtet, bitte Nutzen Sie dazu die entsprechenden HOWTO’s. Sie sollten, um den Kernel möglichst klein zu halten, wenige Features fest in den Kernel einbinden, sondern stattdessen Module verwenden.

Falls vorher schonmal eine gültige Konfiguration erzeugt wurde, kann man mit

    make oldconfig

    automatisch die alten Einstellungen benutzen und nur bei neu hinzugekommenen Einstellungen wird der Nutzer gefragt. Bei den neuen Einstellungen handelt es sich meistens um Soundkarten oder ähnliches. In unserem Fall haben wir alle neuen Fragen mit NEIN beantwortet.

    Wenn auch dies beendet ist, startet man die Kompilierung mit
    make clean    (um eventuell bereits kompilierte Kernel-Teile zu löschen)

make zImage   (um den Kernel zu kompilieren)
Dieser Vorgang dauert nun je nach Rechenleistung des Systems einige Zeit.

Danach müssen noch die Module kompiliert werden:

make modules

Installieren der Module:

make modules_install

Kernel installieren:

cp /boot/vmlinuz /boot/vmlinuz.old
cp /usr/src/linux/arch/i386/boot/zImage /boot/vmlinuz
cp /usr/src/linux/System.map /boot/

YaST starten und LILO konfigurieren:
Neue Konfiguration anlegen:

Name: Linux.old
Kernel: /boot/vmlinuz.old

Jetzt kann das System, falls es mit dem neuen Kernel nicht hochfährt immer noch über den alten Kernel (Linux.old) gestartet werden.

Nun kann das System neu gestartet werden mit reboot.

Nach dem Neustart kann mit uname –a überprüft werden, welche Kernel Version aktiv ist.