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Novell-Emulation einrichten

Novell Server Emulation einrichten

Da in unserem lokalem Netz bereits ein Novell Server läuft, liegt es nahe per Novell Emulation auf Daten des Linux-Rechners zuzugreifen. Zuerst muß der Marsnwe (Serie n Paket marsnwe) installiert werden. Die Konfigurationsdatei ist /etc/nwserv.conf. In /usr/local muß in jedem Fall das Verzeichnis nwe angelegt werden, in diesem das Verzeichnis SYS und in diesem eventuell noch die Verzeichnisse login, public, system und mail, falls Marsnwe diese nicht selber anlegen sollte.

Das IPX-Modul muß vor dem Start von Marsnwe geladen werden, am besten beim Bootvorgang bevor nwserv  gestartet wird. Der Befehl zum Laden des IPX-Moduls ist  modprobe ipx. Mit lsmod können die zur Zeit geladenen Kernel-Module angezeigt werden. Um IPX beim Start von nwe automatisch zu laden, muß die Datei /sbin/init.d/nwe editiert werden:

       start)
               echo -n "Starting NetWare Emulation services:"
               if [ -f /proc/net/ipx ] ; then
                       startproc -q /usr/sbin/nwserv || return=$rc_failed
               else
                        modprobe ipx
                        startproc -q /usr/sbin/nwserv || return=$rc_failed
               fi
               echo -e "$return"
               ;;

In der Datei /etc/nwserv.conf müssen in den entsprechenden Abschnitten Veränderungen vorgenommen werden:

1 SYS             /usr/local/nwe/SYS/     tOi   711 600
3 auto  1
4 0x0 *       AUTO 1
5 0x2
6 2
12 SUPERVISOR   root   top-secret
13 JT        jt

In der Sektion 13 werden alle Novell-Nutzer eingetragen, das Paßwort ist das jeweilige Linux Paßwort des Benutzers. Im Gegensatz könnte das automatische Mapping aller Linux-Nutzer auf Novell in der Sektion 15 aktiviert werden. Um lange Dateinamen nutzen zu können muß in der Sektion 1 u.a. Oi angegeben werden. Um den Marsnwe neu zu starten (z.B. nach einer Modifikation von /etc/nwserv.conf), genügt es nicht nur das Skript rcnwe stop auszuführen. Es müssen folgende Programme von Hand mit dem kill –9 Befehl beendet werden:

nwserv, nwbind, nwconn und ncpserv. Oder mit nwserv –k.

Erst dann kann Marsnwe wieder neu gestartet werden mit rcnwe start. Um automatisch beim einloggen eines Nutzers unter Windows immer das jeweilige Linux-Home-Verzeichnis zu mappen, muß der entsprechende Eintrag in der Sektion 1 aktiviert werden.

Es ist darauf zu achten, daß auf Windows-Seite das  IPX/SPX Protokoll, der Client für NetWare-Netzwerke und die Datei und Druckerfreigabe für NetWare-Netzwerke installiert sein muß. Um den Marsnwe zu administrieren, melden Sie sich im Client für NetWare-Netzwerke als SUPERVISOR mit dem Paßwort top-secret an. Es werden mindestens die Novell-Dateien SYSCON.EXE, LOGIN.EXE, CAPTURE.EXE und MAP.EXE benötigt. Mit SYSCON.EXE kann der Novell-Server administriert werden, z.B. Anlegen neuer Novell-Nutzer, Setzen von Trustees (in /etc/nwserv.conf muß dazu das t in der Sektion 1 gesetzt werden), Editieren des Novell-Login Skripts. In dieser Version von Marsnwe funktionierte die Trustee-Verwaltung noch nicht richtig. Um den Marsnwe dennoch als Datei-Server nutzen zu können, haben wir ein Verzeichnis /usr/local/nwe/vol1 angelegt und dieses in der nwserv.conf wie folgt freigeschalten:

1    VOL1    /usr/local/nwe/vol1      iO     775 664

Jetzt kann man auf diese Volume wie gewohnt zugreifen und durch die UNIX-Rechte können alle Mitglieder der Unix-Gruppe users Daten in dieser Volume Schreiben und Lesen. Das vol1 UNIX-Verzeichnis muß noch auf chmod a+rwx gesetzt werden.

Um Novell-Volumes zu mounten, d.h. um diese in den UNIX-Verzeichnisbaum einzubinden, muß folgender Befehl ausgeführt werden:

ncpmount -S Server -U Username -V Volume /mnt
Server ist zu ersetzen mit dem Namen des Novell-Servers.
Der Username ist der Name des Novell-Nutzers auf dem Novell-Server.
Das Volume ist das entsprechende Volume auf dem Novell-Server.
/mnt ist der Mount-Point auf dem Linux-Rechner, also ein beliebiges Verzeichnis.

Das Volume kann wieder vom UNIX-System getrennt werden mit:

ncpumount /mnt

 

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