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ISDN-Karte einrichten

Konfiguration der ISDN-Karte

1. YaST starten
2. Administration des Systems ->Hardware in System integrieren ->ISDN-Hardware konfigurieren (Bild: 8)

Bild: 8 Konfiguration der ISDN-Hardware

3. Netzwerk konfigurieren -> Netzwerk Grundkonfiguration

Das ISDN Interface hinzufügen:
F5 -> ISDN SyncPPP (Bild: 9)

Bild: 9 ISDN-Karte an das Netzwerk anbinden

Diese IP-Adressen sind nur Dummy-Adressen und haben nichts mit den Adressen des lokalen Netzwerkes zu tun.

Jetzt muß das ISDN Device noch mit F4 aktiviert werden.

4.. F8 drücken, um ISDN-Parameter zu konfigurieren (Bild: 10)

Bild: 10 Konfiguration der ISDN Parameter

Die Konfiguration speichern und YaST verlassen, um die Verbindung zu testen, geben Sie folgendens ein:

isdnctrl dial ippp0

nebenbei sollte man immer die Datei /var/log/messages beobachten:

tail –f /var/log/messages

Jan  3 14:13:54 snoopy kernel: ippp0: dialing 1 0191011...
Jan  3 14:13:55 snoopy isdnlog: (HiSax driver detected)
Jan  3 14:13:55 snoopy isdnlog: Jan 03 14:13:55 * tei 120 calling +49 1910/11, T-Online with +49 911/452398, Nürnberg  RING (Data)
Jan  3 14:13:57 snoopy isdnlog: Jan 03 14:13:57 tei 120 calling +49 1910/11, T-Online with +49 911/452398, Nürnberg  Time:INVALID - ignored
Jan  3 14:13:57 snoopy isdnlog: Jan 03 14:13:57 tei 120 calling +49 1910/11, T-Online with +49 911/452398, Nürnberg  CONNECT (Data)
Jan  3 14:13:57 snoopy isdnlog: Jan 03 14:13:57 tei 120 calling +49 1910/11, T-Online with +49 911/452398, Nürnberg  Unknown provider 33
Jan  3 14:13:57 snoopy kernel: isdn_net: ippp0 connected
Jan  3 14:13:57 snoopy kernel: isdn_net: chargetime of ippp0 now 1514923
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: Local number: 452398, Remote number: 0191011, Type: outgoing
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: PHASE_WAIT -> PHASE_ESTABLISHED, ifunit: 0, linkunit: 0, fd: 16
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: Remote message:
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: MPPP negotiation, He: No We: No
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: CCP enabled! Trying CCP.
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: CCP: got ccp-unit 0 for link 0 (protocol: 0x80fd)
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: ccp_resetci!
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: local  IP address 62.158.112.32
Jan  3 14:13:57 snoopy ipppd[983]: remote IP address 193.158.142.201

Ab jetzt steht die Verbindung und der Linux-Rechner ist mit dem Internet verbunden.
Unsere dynamisch zugewiesene IP-Adresse ist jetzt
62.158.112.32 und die dynamische Gateway IP-Adresse für unseren Linux-Rechner ist 193.158.142.201. Unser Linux-Rechner ist jetzt Bestandteil des Internets, d.h. es können Personen von „außen“ auf unseren Linux-Rechner zugreifen.

Falls keine Pakete versendet oder empfangen werden wird die Verbindung automatisch nach der voreingestellten Zeit (60 Sekunden) getrennnt. Die Verbindung kann aber auch manuell mit dem Befehl isdnctrl hangup ippp0 getrennt werden.

Jan  3 14:15:19 snoopy kernel: isdn_net: local hangup ippp0
Jan  3 14:15:19 snoopy kernel: ippp0: Chargesum is 0
Jan  3 14:15:19 snoopy isdnlog: Jan 03 14:15:19 tei 120 calling +49 1910/11, T-Online with +49 911/452398, Nürnberg  Normal call clearing (User)
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: Modem hangup
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: Connection terminated.
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: taking down PHASE_DEAD link 0, linkunit: 0
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: closing fd 16 from unit 0
Jan  3 14:15:19 snoopy kernel: ippp, open, slot: 0, minor: 0, state: 0000
Jan  3 14:15:19 snoopy kernel: ippp_ccp: allocating reset data structure
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: link 0 closed , linkunit: 0
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: reinit_unit: 0
Jan  3 14:15:19 snoopy ipppd[983]: Connect[0]: /dev/ippp0, fd: 16
Jan  3 14:15:19 snoopy isdnlog: Jan 03 14:15:19 tei 120 calling +49 1910/11, T-Online with +49 911/452398, Nürnberg  HANGUP ( 0:01:22 I=  3.2Kb O=  2.5Kb)

Die Ortsvorwahl stimmt hier noch nicht, da der ISDNLOG noch nicht korrekt konfiguriert ist.Es kann auch im Offline-Betrieb des öfteren folgende Meldung auftauchen:

Jan  3 14:17:36 snoopy kernel: isdn_net: ippp0: dial rejected: interface not in dialmode `auto', signalling dst_link_failure

Das bedeutet, daß ein Programm z.B. der nscd (Name Service Caching Daemon) Daten nach außen schicken will, was aber vom ISDN-Interface verhindert wird, da die Verbindung zur Zeit noch manuell aufgebaut werden muß. Deshalb sollte der nscd abgeschaltet werden:

In der Datei /etc/rc.config

# run the Name Service Caching Daemon at boot time? (yes/no)
#
START_NSCD=no

Wichtig:
Bei jeder Veränderung in der Datei /etc/rc.config muß danach SuSEconfig gestartet werden, was die entsprechende Veränderung in den verschiedenen Systemdateien anpaßt.

Jetzt wird der nscd nicht mehr automatisch nach dem Booten geladen. Um den jetzt noch laufenden nscd zu entfernen gibt man folgendes ein:

rcnscd stop
oder:
/sbin/init.d/nscd stop

Wichtig:
Jedes Skript in /sbin/init.d kann mit dem Parameter stop bzw. start angehalten oder gestartet werden.

ISDNLOG Konfigurieren

Näheres dazu finden Sie u.a. in /usr/doc/packages/i4l/isdnlog/README.

Die Datei /etc/isdn/isdn.conf sollte folgendermaßen angepaßt werden:

AREACODE        = 3521
Hier ist Ihre Ortsvorwahl ohne die 0 einzutragen.

RATEFILE = /usr/lib/isdn/rate-de.dat
Die Tarifdatenbank.

ZONEFILE=/usr/lib/isdn/zone-de-%s.dat
Die Verzonungstabelle.

HOLIDAYS = /usr/lib/isdn/holiday-de.dat
Die Feiertagsdatenbank.

COUNTRYFILE = /usr/lib/isdn/country-de.dat
Die Länderdatenbank.

In der Datei /etc/isdn/isdnlog.isdnctrl0.options sollte man noch time=2 setzen, damit bei jedem Verbindungsaufbau die lokale Uhrzeit angepasst wird.

Um die veränderte Konfiguration zu aktivieren muß der ISDNLOG neu gestartet werden:

ps ax|grep isdnlog

1285 ?  S N  0:01 /sbin/isdnlog -f/etc/isdn/isdnlog.isdnctrl0.options
1467 ?  S N  0:00 grep isdnlog

kill –HUP 1285

Falls jetzt einige WARNING-Meldungen in /var/log/messages auftauchen, so können diese ersteinmal ignoriert werden. Sie können nur mit einem Update des ISDNLOG bzw. mit einem Update der Tarifdatenbank beseitigt werden (mehr dazu unter ISDNLOG neu Kompilieren).

Um die Arbeit zu vereinfachen legen Sie im Verzeichnis /root folgende Dateien mit jeweils einer Befehlszeile an:
Dateien:
start, stop, manual, auto

start:

isdnctrl dial ippp0

stop:

isdnctrl hangup ippp0

manual:

isdnctrl dialmode ippp0 manual

auto:

isdnctrl dialmode ippp0 auto

um diese Skripte ausführen zu können, müssen ihre Rechte auf ausführbar gesetzt werden:

chmod u+x stop
chmod u+x start
chmod u+x manual
chmod u+x auto

Jetzt können Sie als root eine Verbindung zum Internet herstellen, indem Sie einfach den Befehl „start“ bzw. „./start“ eingeben, oder die bestehende Verbindung beenden mit dem Befehl „stop“. Sie können jetzt auch den Wählmodus ändern mit „manual“ oder „auto“. Den Wählmodus auf „auto“ zu setzen ist aber anfangs noch abzuraten, da hierbei sehr leicht hohe Telefonkosten anfallen können, da anfangs noch einige Programme relativ „unkontrolliert“ Daten nach „außen“ schicken wollen.

Weiter zum Abschnitt:
IP-Masquerading aktivieren